Schröpfen

Historisches zum Schröpfen
Der Schröpfkopf war jahrhundertelang das Zunftzeichen der Bader. Dieser Umstand zeigt, welch große Bedeutung die Schröpfbehandlung hatte. Die Schröpfbehandlung war bis vor einigen Jahrzehnten Standardtherapie jedes Arztes/Ärztin.

In China ist bis heute die Schröpftherapie fixer Bestandteil eines Behandlungsschemas.
Hildegard von Bingen, die große europäische Mystikerin, räumt der Schröpfbehandlung einen hohen Stellenwert ein und empfiehlt sie bei vielen Leiden.
 

Wie wirkt die Behandlung?
Man unterscheidet 2 Arten des Schröpfens:
 
a) Trocken Schröpfen
Bei trockenem Schröpfen wird durch den Unterdruck an der behandelten Stelle das daruntergelegene Binde- und Muskelgewebe entlastet und dadurch besser durchblutet.Tiefer liegende Verspannungen, die Massagegriffen unzugänglich sind, werden so erreicht und entlastet. Die Behandlung wird oft als schmerzlindernd empfunden.
 
b) Blutig Schröpfen
Mittels mehrerer Stiche, die mit einer sterilen Nadel beigebracht werden, und anschließendem Anbringen des Saugkopfes wird Stagnation behoben - das Gewebe wird entlastet, entsäuert, engiftet.
 

Wie wird die Behandlung durchgeführt?
Nach genauer Untersuchung wird der Schröpfkopf (es gibt verschiedene Größen) an der entsprechenden Körperstelle angebracht (mittels Blasbalg der ein Vakuum erzeugt).


Wann wird die Therapie eingesetzt?

  • bei Rückenschmerzen,
  • Regelschmerzen,
  • Kopfschmerzen,
  • Entgiftungshilfe der Drüsenorgane (Leber),
  • Schulter-Arm Syndrom,
  • Nackenschmerzen
  • oder einfach als Vorbeugung, damit sich Verspannungen erst gar nicht festsetzen können.

 
Hat die Behandlung Nebenwirkungen?

  • Die Behandlung ist für Menschen allen Alters bestens geeignet. Die Stelle, an der die Saugnäpfe wirkten, zeigt zumeist leichte Blutergüsse, die allerdings ein erwünschtes Therapieziel sind und nach einigen Tagen ohne Behandlung verschwinden.
  • Müdigkeit kann als Folge der Behandlung verspürt werden.

 
Wie viele Behandlungen braucht man?
Die Anzahl der Behandlungen wird nach der 1. Untersuchung festgelegt. In akuten Fällen z.B. Bandscheibenvorfällen oder Harnwegsinfekten sind 2 Behandlungen/Woche nötig. Nach Abklingen der Akutphase wird in 14-tägigem Abstand behandelt, dann 1x/Monat.
 

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