Meerrettichsirup

Was der Bärlauch im Frühling ist, das ist der Meerrettich im Herbst. Die Schärfe des Meerrettichs beruht auf seinen Inhaltsstoffen, den sogenannten Senfölglykosiden. Diese Scharfstoffe putzen die Atemwege ordentlich durch und wirken auch vorbeugend bei Erkältungskrankheiten.

Zubereitung:
Frischen Meerrettich fein reiben und lagenweise mit flüssigem Honig in ein Glas füllen. Nach ca. einem Tag abpressen, in ein Glas füllen und kühl lagern.
Der Sirup sollte innerhalb einer Woche aufgebraucht werden.

Bei Husten, Schnupfen, Stirnhöhlen- und Nebenhöhlenkatarrh 3 mal täglich 1 Teelöffel bis einen Esslöffel davon einnehmen.

 

Erzengelwurz-Essig

Je 60 g getrocknetes Kraut von Rosmarin, Salbei und Pfefferminze sowie 15 g Gewürznelken (im Mörser zerstoßen) und 15 g getrocknete, zerkleinerte Angelikawurzel aus der Apotheke in ein großes Schraubglas füllen, mit einem Liter guten Bio-Apfelessig aufgießen und verschließen. An einem warmen Ort 2 Wochen ziehen lassen und regelmäßig schütteln, dann absieben und dabei die Pflanzenteile gut ausdrücken.

Zur Vorbeugung bei Ansteckungsgefahr mehrere Teelöffel täglich einnehmen.

Pflanzeninformation Erzengelwurz (Angelica archangelica)

Die Erzengelwurz ist eine majestätische Pflanze. Sie kann bis zu drei Meter hoch werden und bildet prachtvolle Kugeldolden aus, die sie in der Gestik erhobener Arme trägt. Sie ist eine Zeigerpflanze für Plätze des Lichts. Die Erzengelwurz wächst wild in Nordeuropa. In Island, Grönland und Norwegen ist sie nicht nur als Heilpflanze, sondern auch als Gemüsepflanze beliebt. Früher wurden ihre Wurzeln in Rentiermilch gekocht und zu Käse verarbeitet, als Desinfektionsmittel geräuchert und sogar als Tabakersatz gekaut. Die Erzengelwurz wird bei uns durch die kleinere wildwachsende Waldengelwurz (Angelica silvestris) vertreten.
Die Erzengelwurz wurde im Mittelalter als „Schutzengel in Pflanzengestalt“ bezeichnet. Als im 14. Jahrhundert die Pest ausbrach, war sie Bestandteil der „Ausrüstung“ der Pestärzte. Sie nahmen sie mit, einerseits um die Kranken zu heilen, andererseits um sich selbst vor Ansteckung zu schützen, indem sie die Wurzel verräucherten.
Erzengelwurz wirkt desinfizierend und immunstimulierend, stoffwechselanregend und stärkend.

In Schwedenbitter oder Melissengeist ist die würzige Erzengelwurz nach wie vor ein wichtiger Bestandteil.
 

HALLOWEEN-GRUSEL-REZEPT:
Magische Kürbissuppe frei nach Babayaga
mit „Tote-Augen“-Garnitur



Zutaten für die Suppe:
3 Kartoffeln, 2 Knollen Rote Rüben (Rote Beete), 1 Yamswurzel, 3 Karotten, ¼ kg Kürbisfleisch, 1 l Gemüsebrühe, 1 Bund Petersilie, Sauerrahm

Kartoffel, Rote Rüben, Yamswurzel, Karotten und Kürbis in der Gemüsebrühe aufkochen und 5 min kochen lassen, dann vom Herd nehmen und in einer Decke eingeschlagen ca. 30 min garen lassen.
Petersilie waschen, hacken. Vor dem Servieren dazugeben und mit etwas Sauerrahm servieren.
 

Wer's richtig gruselig haben möchte der mache noch eine zünftige Tote-Augen-Garnitur. Diese ist für Liebhaber von eigenartigen geschmacklichen Gegensätzen gut geeignet.

Zutaten für die Garnitur:
Lychees, kleine dunkle Weintrauben.

Lychees eignen sich gut für allerlei Gruseliges, was Essen betrifft. Sie sehen eigenartig glitschig aus, haben eine „grausige“ Farbe und man kann auch was reinstecken oder raushängen lassen. Für eigene Kreationen sind keine Grenzen gesetzt.

Für die toten Augen steckt man die Weintrauben fein säuberlich in die ausgehöhlten Lychees und stellt je zwei in die Kürbissuppe. Durch die Beigabe der Roten Rüben wird die Suppe natürlich schön blutrot.

Wer es wirklich stilecht mag, sollte während des Kochens folgendes Ritual nicht auslassen: Stell für Percht und Wilde Jagd eine Schale Milch mit Getreideflocken auf den Balkon oder in den Garten.

Guten Appetit !

Rezeptquelle mit eigener Abwandlung: Luisa Francia „Das magische Kochbuch“.

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